Es ist wieder mal soweit: Bibliothek sucht Nachwuchs

Das Jahr ist rum. Das bedeutet, dass ich wieder mal eine ganze Woche lang mit Kollegen in einem Raum gesessen habe, um Auszubildende zum Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste Fachrichtung Bibliothek auszuwählen.

Diesmal waren 35 Personen (von 179 Bewerbungen) zum Vorstellungsgespräch geladen. Wie schon im Artikel vom letzten Januar beschrieben, hat dieser Personenkreis bereits einen Einstellungstest absolviert und bestanden.

Ich möchte hier heute nur von den „Highlights“ berichten, die mich teils fassungslos gemacht und teilweise erheitert haben. Und ich dachte, wir hätten schon alles in diesen Vorstellungsgesprächen erlebt und ich wäre abgehärtet. Weit gefehlt!

Eine Person hat im Gespräch über die Anforderungen an den Bewerber mehrfach ihre geschickten Hände erwähnt, was ich schon seltsam fand, da wir ja keinen Handwerker ausbilden wollen. Den Höhepunkt nahm die Geschichte dann aber als eben diese Person als kleine Schwäche „ungeschickte Füße“ beschrieb. Ich konnte das Lachen nicht unterdrücken…

Ein anderer Höhepunkt war die Antwort eines ausstudierten Bewerbers, der auf die Frage, warum er denn nicht in dem studierten Beruf arbeiten wolle, sondern noch eine Ausbildung in dieser völlig anderen  Branche beginnen möchte. Er stellte dar, dass er in seiner Fachrichtung wohl nur als Dozent eine Berufsaussicht hätte und das würde ihn „intellektuell nicht stimulieren“!!! Da ist er bei uns ja genau richtig!!! 😉 In dieser Situation hatte ich übrigens meine Mimik unter Kontrolle – ich war stolz auf mich!

Ein anderer konnte zur angestrebten Ausbildung keinerlei Angaben machen und begründete dies mit treuem Dackelblick, dass er unvoreingenommen und unbelastet in dieses Gespräch gehen wollte.

Eine junge Frau überraschte mit extrem bunten und wildem Outfit, mit Rock, Hose, Bluse, mehreren Ketten und riesige Ringen an den Händen und extrem fettigen Haaren.

Irritiert hat mich auch die Aussage einer Bewerberin, dass ihr die reizarme Umgebung einer Bibliothek persönlich entgegen komme.

Aber neben all diesen Seltsamkeiten bin ich ganz zufrieden mit den Ergebnissen der wie immer sehr anstrengenden Woche. Wir haben 13 geeignete Bewerber in der Favoritenliste, denen wir fast allen ein Infopraktikum im Hause ermöglichen und die dann – nach Bewährung im Praktikum – in der Reihenfolge des Rankings Einstellungsangebote bekommen. Vier werden es schaffen. Ich bin guter Dinge!

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