Der Aufbau beginnt…

Veröffentlicht in Traumhaus mit Tags , , am 7. November 2009 von charlystante

Angelehnt an Edward mit den Scherenhänden nennt man mich jetzt Tante mit den Spachtelhänden. Ich habe mittlerweile jeden Quadratzentimeter – vertikal und horizontal - unseres Hauses mit dem Spachtel bearbeitet. Erst die Tapeten (in mindestens drei Lagen Blümchen) runter, dann die Tapetenreste oder Kleber abgekratzt, dann Gipsmasse in mehr oder minder große Löcher, Risse und Unschönheiten gespachtelt. Mittlerweile arbeite ich beidhändig mit Spachteln und Innen- oder Außenecken machen mir und der Spachtelmasse keine Probleme mehr. Abends kann ich meine Hände nicht mehr zu Fäusten ballen, so weh tun sie! Aber es sieht jetzt alles schon fast nett aus! Auch dank der eifrigen Helfer, die unzählige Elektroverteilerdosen geöffnet und versucht haben, die Leitungen zu entwirren. Die Elektrik nimmt nach und nach Formen an und wie bei „Zuhause im Glück“ oder wie diese Heimwerkersendungen alle heißen, können wir mit Fug und Recht behaupten, bisher ungefähr 500m Kabel verlegt zu haben….

Inzwischen ist unsere Heizungsanlage komplett eingebaut; es sind sogar schon die für die Heizungsrohre aufgestemmten Wände wieder professionell verputzt. Aber was nutzt der schönste Heizkörper, wenn immer noch die Gasleitung ins Haus fehlt! Es ist nach wie vor arschkalt bei uns. Die verputzten Wände trocknen kaum – sie frieren eher ein ;-) Angeblich kommt das städtische Bauteam nächste Woche, um die zwei Meter Gasleitung von der Strasse in unser Haus zu verlegen. Dafür mussten unzählige Genehmigungen bei den verschiedenen Ämtern dieser Stadt eingeholt werden. Ich bin mal gespannt, ob wir bei sieben Grad Außertemperatur tatsächlich Ende nächster Woche zum ersten Mal die Heizkörper aufdrehen können!

Ansonsten ist jetzt noch der Schornstein ein Problem. Wir möchten gerne einen Kaminofen aufstellen, aber der Schornsteinfeger ist von unserem teilweise hundert Jahre alten Schornstein nicht begeistert. Wahrscheinlich muss ein Edelstahlrohr eingezogen werden. Hoffentlich geht das zeitnah, damit unser angepeilter Einzugstermin Mitte Dezember nicht daran scheitert.

Wir gehen jetzt in die Tapezier- und Streichphase. Ich melde mich wieder, wenn die Gefahr vorüber ist….Ach nein, das sagt man ja bei Falschfahrern! Bei uns läuft zum Glück alles in die richtige Richtung!

Abbruch – Abbruch

Veröffentlicht in Traumhaus, Uncategorized mit Tags , , am 25. Oktober 2009 von charlystante

Seit einer guten Woche sind wir jetzt dabei, aus dem Haus unser Traumhaus zu gestalten. Hatte ich letztens noch geschrieben, dass der Aufbau beginnt, muss ich nun revidieren. Die Heizungsbauer haben alle Räume grossflächig geschlitzt, auch die Decken und überhaupt überall Schutt hinterlassen. Die Elektrik nimmt langsam Formen an, dank Andy und Andreas, die entweder mit unermüdlichem Einsatz oder mit wahrer Fachkenntnis zu Werke gehen. Ganz herzlichen Dank auf diesem Wege an die beiden. Aber auch der Bauleiter und meine Eltern sind nahezu täglich da und fassen tatkräftig mit an. Wir wären heute nicht da, wo wir sind, wären nicht alle mit so einem Feuereifer dabei wie wir zwei!  

Problematisch gestaltet sich der städtische Gasanschluss, der vom Bürgersteig aus in den Keller gelegt werden soll. Erst wird der Antrag verschlampt, dann dringen wir endlich zum Subunternehmer vor, der die praktische Arbeit durchführen soll, aber jetzt warten wir auf die städtische Baugenehmigung zum Aufreissen des Gehwegs und die Strassenschilder, die die Verkehrsführung für die Baustelle regeln!!! Wegen drei Meter Gasrohr!!! Das ganze ist unglaublich und wird so schnell nicht angeschlossen sein.

Ansonsten sind wir nach wie vor guter Dinge, auch wenn wir schmerzende Glieder haben und im Moment ein völlig anderes Leben führen als sonst.

Es ist unser!

Veröffentlicht in Traumhaus mit Tags , am 18. Oktober 2009 von charlystante

So, das Haus gehört uns, die Schlüsselübergabe ist erfolgt und seit Samstag haben wir es richtig in Besitz genommen, das heisst, wir haben das versprochene Abriss-Party-Wochenende veranstaltet. Viele Freunde, Verwandte und Bekannte sind kommen, um zu helfen. Sie haben sich die Klinke in die Hand gegeben, haben alle das neue Haus bestaunt und dann kräftig zugepackt. Es ist unglaublich, was wir an den zwei Tagen alles geschafft haben!

Im Wohnzimmer ist die Tapete runter, in der Diele ebenso. Im Schlafzimmer ist die Tapete auch weg und kleinere Putzschäden schon wieder zugespachtelt. In der Küche sind die Tapeten, der Linoleumboden, der Fliesenspiegel und die Styropordecke raus. Dafür ist schon Ausgleichsmasse auf dem Boden, der zur Zeit trocknet. Die vier Nachtspeicheröfen sind abgebaut und zerlegt. Ein Oberlicht im Badezimmer ist geschlossen. Der total verwilderte Vorgarten ist zum Teil schon abgeholzt, im Dachboden ist die Holzpaneele runter und der Platz für die neue Gastherme vorbereitet. Es sieht jetzt stark nach Rohbau aus, aber es ist Wahnsinn, wie schnell das mit Hilfe der vielen helfenden Hände ging.

Der Grill war gestern abend an und es war richtig nett mit allen so improvisiert auf der Terasse zu sitzen und den Abend im Garten zu ausklingen zu lassen.

Morgen kommt der Heizungsbauer und wird hoffentlich alle Räume mit Heizkörpern ausstatten und das entsprechende Rohrleitungsnetz verlegen. Jetzt geht der „Aufbau“ los. Ich freu mich!

Kein Baumarkt ist mehr vor uns sicher!

Veröffentlicht in Traumhaus mit Tags , am 7. Oktober 2009 von charlystante

Jetzt, da der Startschuss für die Renovierung unseres ersten ;-) Eigenheims schon fast zu hören ist, stellen wir wieder mal fest, dass wir zwei große Planer sind. Wenige Details bleiben unbedacht – hoffentlich jedenfalls!! Denn so sehr ich mich über unsere Planungswut manchmal amüsieren kann – wir haben Möbelverteilungspläne, Elektropläne für jeden Raum und To-Do-Listen für die ersten Tage der Renovierung – so sehr ist mir mulmig bei dem Gedanken, wir könnten irgendetwas Entscheidendes vergessen haben. ODER wir entdecken irgendetwas Schreckliches beim Abreißen der Tapeten oder so. Andererseits sind wir zwei ziemlich pragmatisch und genügsam und meistens gedanklich beweglich. Nur bei Vorhängen (ausgerechnet!!!) geraten mein Göttergatte und ich in Streit – so geschehen bei Ikea letzte Woche. Wir beide hassen Vorhänge, sehen aber ein, dass die beiden Fenster im Erdgeschoss zum Vorgarten irgendeine „Verhängung“ benötigen. Nun gilt es also – meiner Meinung nach – das kleinste Übel zu wählen. Der mir Angetraute möchte aber keine „Notlösung“, sondern was Tolles, was es auf dem Vorhangsektor meiner Meinung nach gar nicht gibt. So stehen wir nach wie vor ohne „Verhängung“ und auch ohne Idee dazu da. Kommt Zeit, kommt Rat….

Nächste Woche Samstag machen wir eine Abrissparty mit allen Freunden, Bekannten und Verwandten. Das heißt, wir laden zum ersten Grillfest dieses Hauses ein und haben als Dresscode Blaumann oder Malerhose vorgegeben und beginnen morgens um 10.00 Uhr damit, Tapeten runterzureißen, Linoleum zu entfernen und Schlitze für Elektroleitungen zu stemmen. Dann irgendwann wird für alle Helfer der Grill angeschmissen und ein improvisiertes Grillfest gestartet. Die Einladungen sind raus, mal sehen, wie viele kommen!

Tausend Ideen schwirren mir durch den Kopf

Veröffentlicht in Traumhaus mit Tags , , , am 22. September 2009 von charlystante

Dieses Haus hat sooooo viel Potenzial, dass ich mich immer wieder beim Ideenausmalen bremsen muss. Denn erstens müssen jetzt erst mal die Renovierung des Erdgeschosses und der Heizungseinbau innerhalb von zwei Monaten über die Bühne gehen, damit wir einziehen können und zweitens hat unser Budget natürlich irgendwo Grenzen. Aber es gibt so unendlich viele Möglichkeiten! Ich hoffe, wir verlieren nie die Energie, nach und nach alle tollen Ideen umzusetzen.

Der Umbau/Ausbau/Renovierung/Sanierung (irgendetwas dazwischen ist das richtige Wort) wird – so wir den Gewerken mächtig sind oder sie uns zutrauen – von uns selber in den nächsten Jahren durchgeführt. Ohne großen Zeitdruck und in dem Tempo, wie Geld vorhanden ist. Alle Bekannten um uns herum versichern uns, dass wir nach ein paar Monaten ordentlich die Schnauze voll haben werden von Dreck und Arbeit. Ich stell es mir momentan eher als Hobby vor, das ein wirklich sinnvolles Ergebnis hat und deshalb der Nervfaktor des Ganzen relativ gering ist.

Der mir Angetraute und ich freuen uns so darauf, jetzt endlich anzufangen, dass sich seltsame Unruhe breit macht. Wir scharren mit den Hufen…

Das Traumhaus stellt uns vor neue Herausforderungen!

Veröffentlicht in Traumhaus am 2. September 2009 von charlystante

So, der Kaufvertrag ist unterschrieben, das Haus vom Vorbesitzer aber noch nicht leer geräumt und von uns noch nicht bezahlt. Die Planung der neuen Heizung ist in vollem Gange: Luftwärmepumpe?! Gastherme?! Solarunterstützung?! mit oder ohne Warmwasserversorgung?! in den Keller oder unters Dach?! Fußbodenheizung oder Heizkörper?! wie viele, wie groß, wohin?! – das ist nur ein Bruchteil der Entscheidungen die zwei Leute treffen sollen, die bisher am Thermostat des Heizkörpers gedreht haben, wenn sie es warm haben wollten…:-o

Außerdem stehen uns noch ein paar Wochen knochenharte Arbeit bevor, bis zumindest das Erdgeschoss in dem Zustand ist, in dem wir zwei einziehen mögen. Also die Löcher und Rohre, die der Heizungsbauer hinterlassen hat, zukleistern oder hinter Gipskartonplatten verstecken, Blümchentapeten und Kassettendecken runterreißen, grünen Lack vom Dielenboden schleifen, funktionierende Klingel installieren, Tapeten kleben, Rollos, Vorhänge und Lampen installieren etc etc.

Ob Ihr es mir glaubt oder nicht: Ich freu mich drauf!!!! Aber ich hab auch ein bisschen Angst….

Wir freuen uns soooooo auf den Garten, auch wenn die Zeit, zu der wir im Moment den Einzug planen (ca. 15.12.09), denkbar schlecht für eine Gartenparty oder in der Sonne sitzen ist. Wir werden wahrscheinlich die einzigen  Nachbarn weit und breit sein, die in dicken Jacken und mit dicken Decken Weihnachten auf der Terrasse feiern und uns wie die Schneekönige darüber freuen.

Hallo!

Veröffentlicht in Traumhaus mit Tags , am 8. August 2009 von charlystante

ich habe lange nichts von mir hören lassen. Ihr habt bestimmt geglaubt, ich sei schon wieder in Urlaub. Dem ist (leider) nicht so.

Im Moment bin ich mental und zeitlich total in die Idee, ein Haus zu kaufen, verstrickt. Der mir Angetraute und ich denken schon länger darüber nach, ein Haus zu kaufen. Ohne großen Druck haben wir immer mal wieder ein paar Immobilienangebote angeschaut und haben so unseren (meinen) Wunsch gefestigt, ein altes gebrauchtes Haus mit Garten zu kaufen, weil ich es mir überhaupt nicht vorstellen kann, in einem neu erschlossenen Wohngebiet in einem Neubau-Reihenhaus zu leben, welches, wenn man rein kommt, auf der einen Seite die 1/2 qm große Gästetoilette und auf der gegenüberliegenden Seite die Küche aufweist, dahinter dann das Wohnzimmer mit Blick auf den 30 qm großen Garten und Treppe ins Obergeschoß mit drei Zimmern und Badezimmer und darüber die Dachausbaureserve. Mag alles ganz praktisch sein – aber wenn ich praktisch veranlagt wäre, würde ich nicht in einer Bibliothek arbeiten ;-) Zusätzlich hätte ich wahrscheinlich Probleme mit den ganzen jungen Familien, den Bobbycar-Parkplätzen und Familienkutschen um uns herum, die sich ja immer geballt in solchen Neubaugebieten befinden. Als Paar ohne Kinder – auch wenn wir Kinder mögen – ist das, glaube ich, schwer zu ertragen.

Jetzt hat man uns ein altes Haus angeboten, dass wahrlich nicht perfekt ist, aber mit seinem Charme und seinen Möglichkeiten uns in seinen Bann gezogen hat. Der Preis ist – nach Verhandlungen – durchaus annehmbar, die Bank hat grünes Licht für die Finanzierung gegeben, die Besitzer würden an uns verkaufen, das Grundstück ist wunderschön, das Haus so weit in Schuss, dass wir direkt einziehen könnten, die Nachbarin – die wir gestern (zufällig!!) vor dem Haus trafen, eine etwas geschwätzige, aber freundliche alte Dame. Das Dilemma, vor dem wir stehen, ist ein seltsames: Um dieses Haus ein Traumhaus nennen zu können – und nichts darunter streben wir an – müssten diverse Umbauten und Modernisierungen erfolgen. Wir scheuen nicht die Arbeit, auch wenn es bei zwei Voll-Berufstätigen natürlich nur am Wochenende oder im Urlaub möglich wäre; wir scheuen etwas den fortwährenden Dreck; wir gucken etwas mulmig auf die schwer einzuschätzenden Kosten für die Umbauten und versuchen deshalb verzweifelt, alle diese Ängste in den Griff zukriegen; mithilfe eines ausgeklügelten Logistikplanes die logische, zeitliche und finanzielle Reihenfolge festzulegen.

Mittlerweile sind wir bei Plan C angelangt, da Plan A und Plan B aufgrund von zu großer Dimension und zeitlichen Stress vor dem Einzug, ad acta gelegt werden mussten. Mein Göttergatte denkt und redet wo er geht und steht von nichts anderem mehr, hat alle Internetseiten zu den diversen Themen gelesen oder als Lesezeichen abgespeichert. Da gräbt er Sachen aus (guckst Du z.B. hier: www.dachmurks.de ), die mich – die ich eigentlich fest überzeugt von diesem Hauskauf bin – derart in Angst vor Überforderung versetzen, dass ich das ganze schon abblasen wollte. Meine bessere Hälfte hat dann aber ganz schnell bemerkt, dass es für die Sache nicht von Vorteil ist, wenn seine Frau hysterisch wird, und hat es durch leichte Veränderung des Grundumbaugedanken geschafft, dass wir beide wieder in die gleiche Richtung denken. Das ist sowieso eine nicht zu vernachlässigende Eigenschaft: Wenn einer von uns beiden mal zweifelt oder auch übers Ziel hinausschießt, ist der andere entweder der vertrauenswürdige Fels in der Brandung oder halt der Realistische und Bodenständige. Wir ergänzen uns da gut.

Also, wie es aussieht, werden wir wohl bald stolze Großgrundbesitzer mit anstrengenden Plänen für die Zukunft sein. Ihr werdet nicht drum herum kommen, Euch die weitere Entwicklung des ganzen Vorhabens anzuhören, da ich vorhabe – so ich meine Arme vor lauter Muskelkater noch zum Bedienen der Tastatur benutzen kann – hier weiter zum Thema zu schreiben. Bestimmt gibt es Hausbesitzer unter meiner Leserschaft, die mir vielleicht von ihrem aufregenden Hauskauf oder auch ihren Baukatastrophen berichten möchten. Denkt daran, wir sind Anfänger auf dem Gebiet und NOCH haben wir weder Notar- noch Kreditvertrag unterschrieben, also macht uns nicht unglücklich ;-)

„Hintergrundinformationen“ zum Coffee to go

Veröffentlicht in Dies und Das mit Tags , , am 9. Juli 2009 von charlystante

Hier jetzt einige Links zum Thema Pappschnabeltassen aus dem Internet. Das Thema wird hier von mehreren Seiten beleuchtet und bringt doch wenig Licht ins Dunkel….

http://blog.till-westermayer.de/index.php/2008/07/21/die-unerklarliche-anziehungskraft-der-coffee-to-go-becher/

Hier macht sich ein „grüner“ Student Gedanken über die Wegwerfgesellschaft.

http://www.coffeeright.de/coffee_to_go.htm

Das ist eine Kaffee-Genießerseite mit Kaffe-Togo-Knigge ;-)

http://www.bild.de/BILD/ratgeber/geld-karriere/2008/05/28/so-teuer-kann/ihr-coffee-togo-werden.html

Hier klärt BILD uns auf, wie teuer diese Pappschnabeltassen-Angewohnheit werden kann. Für knapp 1000 EUR im Jahr kann man schon manche Meißner-Tasse kaufen….

http://www.utopia.de/ratgeber/jetzt-kolumne-folge-viii-zum-davonlaufen-coffee-to-go

Ganz meine Meinung – Coffee am Blumenkübel – prust….

Kaffee im Pappbecher

Veröffentlicht in Dies und Das mit Tags , , am 7. Juli 2009 von charlystante

Was ist das für ein jetzt schon ziemlich lang anhaltender Trend, seinen Kaffee morgens (bei ganz hartnäckigen Vertretern auch zu anderen Tageszeiten!) auf dem Weg zur Arbeit aus einer Schnabeltasse aus Pappe zu schlürfen? Dass immer mehr der täglichen Nahrungsaufnahme auf die Strasse verlagert wird, ist meiner Meinung nach eh schon eine unangenehme Entwicklung, aber dieser Hype um den „Coffee to go“ ist schon ziemlich grenzwertig, finde ich. Überhaupt: Wie man das „Ding“ so nennen kann, entlockt mir manchmal ein Schmunzeln: Kaffee zum Mitnehmen ist der nachvollziehbarste Name, aber es geht auch anders!!!! Hier eine kleine Auswahl der mir bekannten Synonyme: Coffee-to-go, Kaffee for take away und mein absolutes Highlight: Kaffe Togo – so gesehen auf einer handgeschriebenen Tafel eines Kiosks.

Letztens bei Tschibo lernte ich dann noch das Gegenteil des Begriffes kennen: „Möchten Sie den Kaffee zum Mitnehmen?“ – „Nein, zum hier Essen!“ Alles klar…….

Warum nuckelt man seinen Morgenkaffee aus einem Plastikbecher in der U-Bahn? Auffällig ist, dass es größtenteils junge Frauen oder junge Bankertypen sind, die diesen Becher wie eine Art Accessoire bei sich tragen. Was drückt man damit aus? Ist es ein Zeichen dafür, dass man keine Zeit zum in Ruhe Frühstücken hatte, weil man ja sooo im Stress ist? Oder dass man gut situiert ist, sich also jeden Morgen einen schweineteuren „Latte Macchiato dubble shot Vanille mit fettarmer Milch“ leisten kann? Oder ist dieser Trend einfach aus „Sex and the city“ und ähnlichen Serien zu uns rübergeschwappt und man will so sein wie ….äh, wie heißt doch gleich die Manolo-Blanes-Trägerin?

Natürlich gibt es auch Freaks unter den Kaffe-Togo-Typen: Nämlich die, die sich den Kaffee in eine silberne Isoliertasse füllen lassen!!!!! Diese Menschen sind für mich auch ein Höhepunkt der morgendlichen Bahnfahrt….

Menschen, die Charlys Tante persönlich kennen, mögen jetzt anbringen, dass jemand der keinen Kaffee trinkt – also auch keinen zu Hause aus einer Porzellantasse – da einfach nicht mitreden kann. Mag sein! Erklärt mir Eure Welt, liebe morgendliche Pappschnabeltassen-Träger!

Noch mehr über Marrakesch…

Veröffentlicht in Die weite Welt mit Tags , am 30. Juni 2009 von charlystante

Hier jetzt das wahre Leben in der Medina in Bildern.

Einkaufen-in-Marrakesch

 

 

 

 

 

 

 

Einkaufen mit allen Sinnen im wahrsten Sinne des Wortes! Augen tellergroß, Ohren weit aufgespannt für die fremdländischen Geräusche und Stimmen, bei den Gerüchen manchmal etwas vorsichtig! Anfassen darf man nicht alles – fotografieren übrigens auch nicht – da muss man schon mal aus der Hüfte „schießen“…. damit niemand sich belästigt fühlt oder „Fotobakschisch“ verlangt. Seht, was daraus geworden ist:

Medina-in-Marrakesch

 

 

 

 

 

 

 

 

Man beachte den Eier-Transport!!!

Gewuerze

 

 

 

 

 

 

 

Hier kann man auch mal ‘ne Nase von nehmen!!!!

Im-Souk

 

 

 

 

 

 

 

 

In den Souks ist von Kunsthandwerk bis Schrott alles dabei!

Im-Souk-2

 

 

 

 

 

 

 

Beim-Faerber

 

 

 

 

 

 

 

Wer nach so viel „Shopping“ an Reizüberflutung leidet, sucht sich ruhige Fleckchen. Angeblich ist Marrakesch an dritter Stelle des Rankings der Städte mit den größten Parks hinter Stockholm und noch irgendwo.

Park

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier der Park von Yves St.Laurent – der sich hier vor ein paar Jahren beerdigt ließ. Eine ruhige Oase mit Kakteen und Bambuswald, der seinesgleichen sucht.

Oder man ergötzt sich an den endlosen Mosaiken und Ornamenten in den Museen. Leider sind nicht alle alten Herrenhäuser und “Universitäten“ besonders gut erhalten, da bedarf es noch einer Menge Geld, um die ganzen alten Schätze gegen den Verfall zu schützen. Hier aber ein besonders schönes Beispiel:

Mosaike

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch immer gut zur Entspannung: Essen! (Ja, erwischt, eine meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen: Essen und Kochen)

Hier backt ein Lohnbäcker die Brote der Nachbarschaft:

Lohnbaecker

 

 

 

 

 

 

 

 

Sowas gibt es bei uns leider nicht!!!

Oder man sucht sich an einem Grill auf dem Platz „Fna“ was Heißes.

Marktstand

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Herren sind auf dem Weg zur Arbeit mit dem fahrbaren Essenstand auf den Platz der Gehängten (auf dem nie jemand am Strick zu Tode kam!). Gegen 17.00 Uhr verlassen so langsam die Zahnärzte und Schlangenbeschwörer diesen Ort und machen Platz für die Grills und Schneckenkocher…..

Oder man schaukelt ein bißchen auf einem der ältesten Fortbewegungsmittel dieser Region: Kamel

 

 

 

 

 

 

 

Ich meine das KAMEL!!!

Man kann aber auch Pech haben bei der Wahl des Fortbewegungsmittels:

Viehtransport

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles in allem exotisch, orientalisch und über allem ein bißchen französisch….